Unser
Projekt: KEUR MASSAR
Zentrum
für traditionelle afrikanische Medizin

Das "Hôpital Traditionnel de Keur Massar" liegt ca. 20 km von der Hauptstadt Dakar entfernt. Verschiedene Außenstellen sowie Apotheken des Projekts sind über das ganze Land verteilt.
Projektpartner:
Hôpital
Traditionnel
de Keur Massar
c/o
Prof. Dr. Yvette Parès
und Demba Diallo
Dakar-Fann
/ Senegal 
Seit 1961 engagiert sich die Aktion Canchanabury im Kampf gegen Lepra, Tuberkulose und andere Krankheiten in den Ländern der sogenannten Dritten Welt. Die Entwicklung neuer und angepaßter Modelle der medizinischen Grundversorgung bildet dabei einen Schwerpunkt der Arbeit. Deshalb fördert die Aktion auch seit 1981 die Integration der traditionellen Medizin und unterstützt maßgeblich das Zentrum in Keur Massar im Senegal.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der prophylaktischen Behandlung von Kindern. Hierbei geht es speziell um Kinder und Jugendliche, die großer Gefahr ausgesetzt sind, an Lepra zu erkranken. Da die Lepra bekanntermaßen eine lange Inkubationszeit besitzt, soll der Krankheit langfristig der Boden entzogen werden. Aus diesem Grunde erhalten die Kinder im Zentrum eine vorbeugende Behandlung gegen die Lepra. Diese zielt vor allen Dingen auf die Stärkung der eigenen Immunabwehr gegen das Bakterium.
In
Keur Massar werden die Patienten nach Methoden und mit den Medikamenten der
traditionellen afrikanischen Medizin behandelt. Die Behandlung erfolgt ausschließlich
mit Medikamenten auf rein pflanzlicher Basis, die alle im Projekt selbst hergestellt
werden. Auch die hierfür erforderlichen Pflanzen und Kräuter werden von der
Einrichtung selbst angebaut oder gesammelt. Zwecks Sicherung und Weitergabe
ihres Wissens bilden die Guerisseurs Schüler in den Methoden der traditionellen
afrikanischen Medizin aus.
Zusätzlich ist in Keur Massar im Laufe der Jahre eine Art Internat entstanden. Dort haben die Kinder die Möglichkeit zur Schule zu gehen und einen qualifizierten Schulabschluß abzulegen. Damit die Behandlung und Betreuung der Kinder im derzeitigen Umfang gewährleistet werden konnte, sind im Laufe der Zeit eine Schule, ein Behandlungshaus sowie Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen worden.
Es werden alle Arten von Krankheiten behandelt, besonders Lepra, Tuberkulose, Duchrfall, Diabetes und Hautkrankheiten. Den Patienten stehen verschiedene Rehabilitationsmöglichkeiten in Keur Massar zur Verfügung. So arbeiten die Patienten - aber auch geheilte Leprakranke - in der Schneiderei und im Gartenbau. Auch Bauarbeiten werden übernommen.
Aktuelle Förderung:
Beteiligung an den Betriebs- und Personalkosten des Zentrums
Ausbau und Instandhaltung des Zentrums
Regelmäßige
Hilfsgutlieferungen (2 Containerversände pro Jahr) 
Einzelprojekte je nach Antragstellung (z. B. Aufforstungsprogramm etc.)
Finanzierung 1999: knapp 125.000 Euro
In Kontakt seit: 1981
Die seit 1981 bestehende Partnerschaft ist im Laufe der Jahre immer intensiver geworden. Die Aktion Canchanabury hat den gesamten Prozeß des Aufbaus und der Zielsetzung des Projekts begleitet und den überwiegenden Teil der Finanzierung sichergestellt.
Kooperationspartner:
Caritas / Österreich
Päpstliches Missionswerk / Deutschland
Europäische Union / Belgien
Bundesministerium für wirschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung / Deutschland
und andere Partner
Anmerkung
zur aktuellen Lage: 
Durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit in Europa soll versucht werden, die traditionelle afrikanische Medizin, wie sie in Keur Massar praktiziert wird, von Vorurteilen wie Zauberei und Schalatanerie zu befreien sowie ihr den notwendigen Stellenwert als eigenständiges Medizinsystem zu verschaffen. Ein entscheidender Durchbruch beim Dialog zwischen westlicher und afrikanischer Medizin ist inzwischen gelungen. Staatliche Stellen im Senegal erkennen die Arbeit von Keur Massar ausdrücklich an.
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